SGSW-Handballer versuchten einen Neustart an der frischen Luft

16. Mai 2020

Die Corona-Krise hat die sportlichen Aktivitäten weltweit jäh gestoppt und seit der ersten Märzwoche auch die Handballer der SGSW ausgebremst. Am Anfang haben viele die angeordnete Untätigkeit noch hingenommen. Seit die Regierung jedoch begonnen hat, die Einschränkungen wieder zu lockern, scharrten auch unsere Jungs relativ schnell wieder mit den Hufen. Bevor aber an einen geregelten Trainingsbetrieb gedacht werden kann, wird noch einige Zeit ins Land gehen. 

Die Sportler achteten während des Trainings auf die Einhaltung der Abstände (Foto: cls)

Die zweite Herrenmannschaft startete am Mittwoch, 12. Mai (wird als historisches Datum in die SGSW Annalen eingehen) mit einem „Pilottraining“, allerdings unter vollkommen ungewöhnlichen Bedingungen. Damit überhaupt gestartet werden konnte, hat „Vize“ Frank Schmitt seine guten Beziehungen zu den Fußballern des VfB Grötzingen genutzt. Sportlich haben die Fußballer die Idee von Frank positiv aufgenommen und ihren neuen Kunstrasen für den Re-Start der Handballer zur Verfügung gestellt. VfB-Vorstand Holger Volz war zu angesetztem Trainingsbeginn anwesend und hat die Maßnahmen der Verantwortlichen der SGSW beobachtet. Schon nach den ersten Eindrücken wurden weitere Termine vereinbart. Nach den Vorgaben der Verbände darf der Neustart nur unter bestimmten Regelungen durchgeführt werden, weshalb unsere Jungs auf dem Sportplatz mit einer Gruppe von nur zehn Teilnehmern antreten durften. Timo Haak und Trainer Zlatko Dozic haben einen ausgeklügelten Trainingsplan entworfen und ihre Sportler entsprechend vorinformiert. Sie kamen schon im Sportdress auf das Trainingsgelände, da keinerlei Umkleidemöglichkeiten benutzt werden durften. 

Timo und Frank sorgten dafür, dass die benutzten Geräte zu jeder Zeit frisch desinfiziert zur Verfügung standen. Timo schilderte, dass im

Während die Spieler ihre Übungen absolvierten wurden die Geräte wieder vorbereitet (Foto: cls)

Vorfeld an Dinge gedacht werden musste, die vom Hallentraining unbekannt waren. Desinfektionsmittel, Lappen, Handtücher, Absperrmöglichkeiten und noch einiges mehr, mussten organisiert und hintransportiert werden. Fahrräder, mit denen die meistens Jungs nach Grötzingen kamen, wurden mit gebührendem Abstand „geparkt“. Vor Beginn der Übungen trugen alle Teilnehmer den vorgeschriebenen „Spuckschutz“ und wurden in alle Vorgaben von Timo und Zaltko eingewiesen.

Zu Beginn des Trainingsbetriebes spürte der Beobachter recht deutlich, dass die durchwegs jungen Sportler diese Umgebung nicht gewohnt waren. Trainer Zlatko, der ja selbst noch die Zeit des „Großfeldhandball“ erleben durfte, musste sich ebenfalls mit der Lautstärke seiner Anweisung den veränderten Bedingungen anpassen. Mit zunehmender Dauer funktionierte dann alles besser. Die Athleten achteten intensiv darauf, dass die Abstände eingehalten wurden, dass sie nur Geräte benutzten, die vorher vorbereitet waren und hielten sich ansonsten strikt an die Anweisungen ihres Trainers. 

Spieler brauchten kurze Zeit um sich an die veränderten Bedingungen anzupassen (Foto: cls)

Nach Ende der Trainingseinheit zog Timo Haak ein Fazit: „Das Pilotprojekt ist uns voll gelungen. Die Jungs hielten sich an die Vorgaben und mussten nicht einmal ermahnt werden. Für Trainer und Aktive war die ungewohnte Umgebung kein größeres Problem. Für die Helfer kam zwischendurch etwas Stress auf. Sie hatten in den Übungspausen die Geräte für den nächsten Durchgang wieder vorzubereiten und dies war für zwei Helfer oft ein Problem. Insgesamt war es aber ein positives Erlebnis und findet bestimmt in der nächsten Zeit Fortsetzungen. Ich gebe allerdings zu bedenken, dass man bei jüngeren Jahrgängen sicher mehr Helfer benötigen wird.“

Wir werden unsere Anhänger, Sportler und Eltern auch weiterhin auf dem Laufenden halten.

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